Ortsverband L11

Essen-Haarzopf

Teilnahme von Bernd DL9BBE an einem Ausbilderseminar

AUSBILDUNG FÜR AUSBILDER
Die Distrikte Baden (A) und Württemberg (P) veranstalteten einen 3-tägigen Ausbildungskurs für Ausbilder, der am 11. – 13. Januar 2008 in Obersteinach / Nähe Heilbronn stattfand. Teilnehmer aus anderen Distrikten waren dort auch herzlich willkommen.
Nachdem ich auf der Homepage des DARC diese Information über einen Kurs „Ausbildung für Ausbilder“ gefunden hatte, dachte ich mir, dass dieses bestimmt etwas für mich sei. Kurz entschlossen meldete ich mich bei dieser Veranstaltung an.
Schon in der Vergangenheit hatten diese Ausbilderkurse gute Resonanzen. An diesem Wochenende ging es schwerpunktmäßig um Unterrichtsmethoden und Unterrichtshilfen in der Amateurfunkausbildung.
Untergebracht war das gesamte Team in einem Freizeitheim in Obersteinach, das inmitten der Waldenburger Berge im Schlösser- und Burgenland Hohenlohe lag.
ber diesen „W-Lan Server“ sollten noch im Laufe des Seminars ca. 2,3 GB an wirklich hochwertigem Informationsmaterial zum Thema Ausbildung auf die Festplatten der von den Teilnehmern mitgebrachten Laptops fließen.
Nach meiner doch recht langen Anreisen war ich dann froh, dass sich das Ausbilderteam nicht nur auf Ausbildungsmethoden, sondern auch auf das Zubereiten von einheimischen Leckereien spezialisiert hatte.
Nachdem wir abends noch lange zusammensaßen und über das Thema Ausbildung im Amateurfunk diskutiert hatten, läutete Reinhard DC8WV am nächsten Morgen nach einem tollen Frühstück die erste Runde ein. Bei diesem Vortrag lernten wir viel über Kursaufbau, Kursort, Kursdauer, Kursziel sowie Kurskonzept und Anzahl der Ausbilder.
Frank DH8DAP, Mitgestallter der aktuellen Fragenkataloge Technik A, Technik E und Betriebstechnik, führte uns in die Welt der Ausbildungsmittel, Ausbildungsmethoden und Lernsoftware für die Amateurfunkprüfung ein
Von Klaus DF3GU wurden einfache, aber lernpsychologisch sinnvolle Methoden vorgestellt, die es dem Amateurfunklehrer ermöglichen, die Inhalte zeitökonomisch zu vermitteln. Besondere Aufmerksamkeit wurde den Methoden gewidmet, bei denen eine große Beteiligung der Kursteilnehmer am Kursgeschehen möglich ist.
Nach der Präsentation der von Frank entwickelten Experimentier-Kästen, die übrigens absolute Profiqualität aufwiesen,
kamen wir über die Methode des technischen Experimentes zur sogenannten Lecherleitung. Eine Lecherleitung besteht aus zwei parallelen Drähten bestimmter Länge, die an ihrem Ende entweder offen oder miteinander verbunden sind. Längs dieses Leitungsstückes bilden sich „Stehende Wellen“ entsprechend der speisenden Frequenz aus. Bei ausreichender HF-Leistung am gespeisten Ende kann man Strombäuche mit einer Glühlampe und Spannungsbäuche mit einer Glimmlampe sichtbar machen.
Die Aufbereitung von Lehrmaterial und die sogenannte didaktische Reduktion wurden von Michael DK3SML in einem Einführungsreferat exemplarisch gezeigt. Wie kann man ein Amateurfunk relevantes Thema so aufbereiten, dass alle Beteiligten den Stoff nachvollziehen und anwenden können. Die Teilnehmer des Kurses sollten dann in einer Übung ein entsprechendes Thema aufarbeiten und dieses wurde anschließend der Gruppe vorgestellt. Als Methode wurde gezeigt, wie man mit einfachen Mitteln ein Thema didaktisch reduziert, also „mundgerecht“, aufarbeitet.
Nach den Übungen zur Materialaufbereitung und den Methoden wurden einige typische Probleme der Präsentation näher beleuchtet. Jeder Teilnehmer stellte sein aufbereitetes Thema im Rahmen einer Kurzpräsentation vor. Abschließend wurden die auf Video dokumentierten Vorträge gemeinsam analysiert.
Zum Schluss möchte ich dem Ausbilder-Team noch ein großes Lob für das rundum gelungene Wochenende aussprechen und auf eine weitere Veranstaltung hinweisen. Schaut mal unter www.funken-lernen.de nach.
73, Euer Bernd, DL9BBE
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